{"id":401,"date":"2016-05-03T04:41:43","date_gmt":"2016-05-03T04:41:43","guid":{"rendered":"https:\/\/go-east-advisors.com\/?p=401"},"modified":"2025-08-11T09:55:45","modified_gmt":"2025-08-11T09:55:45","slug":"wie-chemiekonzerne-auf-ergebnisschwankungen-reagieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/go-east-advisors.com\/de\/wie-chemiekonzerne-auf-ergebnisschwankungen-reagieren\/","title":{"rendered":"Wie Chemiekonzerne auf Ergebnisschwankungen reagieren"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vortrag von Dr. J\u00f6rg Stra\u00dfburger auf der 9th Annual Chemical Industry Outlook Conference in Mumbai, Indien<\/p>\n<p><\/strong><\/p>\n<p>Wie entwickelten sich die Ergebnisse der zehn wichtigsten b\u00f6rsennotierten, europ\u00e4ischen Chemieunternehmen in der Zeit von 2007 bis 2014? Wie reagierten die Unternehmen auf weltwirtschaftliche Schwankungen vor allem w\u00e4hrend der Finanzkrise und mit welchen Ma\u00dfnahmen haben sie gegengesteuert? Aus den Ergebnissen lassen sich, so Dr. J\u00f6rg Stra\u00dfburger Handlungsempfehlungen ableiten, mit denen sich Unternehmen auf die Volatilit\u00e4t der M\u00e4rkte besser vorbereiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Erkenntnisse im \u00dcberblick:<\/p>\n<ul>\n<li>Die makro\u00f6konomische Volatilit\u00e4t hat in den vergangenen Jahren deutlich nachgelassen.\n<\/li>\n<li>Hohe Gewinnschwankungen konnten die Unternehmen durch verbesserte Unternehmensstrukturen und \u2013prozesse vermeiden.\n<\/li>\n<li>Regionale Vielfalt und ein breites Kundenportfolio helfen, die Schwankungsbreite abzupuffern.\n<\/li>\n<li>W\u00e4hrend der Finanzkrise haben alle f\u00fchrenden europ\u00e4ischen Chemie-Konzerne massive Gewinneinbu\u00dfen verhindert \u2013 mit kurzen Reaktionszeiten und der schnellen Umsetzung von anspruchsvollen Aktionspl\u00e4nen.\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine starke Volatilit\u00e4t der Gesch\u00e4ftsergebnisse stellt eine gro\u00dfe Bedrohung f\u00fcr die Existenz von Unternehmen dar. Insbesondere wenn die Ergebnisse pl\u00f6tzlich und unerwartet fallen ist das Management gezwungen, schnell zu reagieren und Personal abzubauen, Investment-Pl\u00e4ne zu reduzieren und Dividendenzahlungen zu k\u00fcrzen oder sogar einzustellen, was bei allen Interessenvertretern innerhalb und au\u00dferhalb des Unternehmens zu einem negativen Image des Unternehmens f\u00fchrt. Es birgt die Gefahr, dass qualifizierte Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, Investoren ihre Anteile verkaufen und der in Folge fallende Aktienkurs die Firma zu einem einfacheren \u00dcbernahmeziel werden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Aber auch positive Volatilit\u00e4t der Ergebnisse ist nicht gew\u00fcnscht (auch wenn diese nat\u00fcrlich weniger kritisch ist), da daraus Erwartungen f\u00fcr die Zukunft erwachsen, die sich langfristig vermutlich nicht erf\u00fcllen lassen.<\/p>\n<p>Daher liegt es im Interesse der Firmen, die Volatilit\u00e4t der Gesch\u00e4ftsergebnisse zu minimieren und die Firma auf einem konstanten Wachstumspfad zu halten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die vorgestellte Studie wurden zehn b\u00f6rsennotierte europ\u00e4ische Chemiefirmen untersucht, wie sie mit negativer Volatilit\u00e4t in ihren M\u00e4rkten umgehen, und mit welchen Ma\u00dfnahmen sie versuchen, den Einfluss auf die Gesch\u00e4ftsergebnisse zu minimieren.<\/p>\n<p>Beleuchtet wurde eine Periode von 2007 bis 2014, die auch den Zeitraum der globalen Wirtschaftskrise in 2008\/2009 einschlie\u00dft. W\u00e4hrend dieses Zeitraums waren etliche M\u00e4rkte von massiven Absatzr\u00fcckg\u00e4ngen betroffen und die Unternehmen gerieten unter erheblichem Druck, den Einfluss der wegbrechenden M\u00e4rkte auf die Gesch\u00e4ftsergebnisse \u2013 mit drastischen Ma\u00dfnahmen \u2013 zu reduzieren.<\/p>\n<p>In seiner Pr\u00e4sentation stellt Dr. Stra\u00dfburger dar, mit welchen Ma\u00dfnahmen (und welchem Erfolg) die Unternehmen darauf reagierten. Deutlich wurde: Flexibilit\u00e4t und Reaktionsgeschwindigkeit sind wesentliche Einflussfaktoren. Es galt schnell zu reagieren: Personal abbauen, Lagerkosten senken, Einkaufskonditionen neu verhandeln \u2013 die Bandbreite der Ma\u00dfnahmen erstreckte sich auf alle Bereiche. Deutlich wurde, dass regionale Diversit\u00e4t wie auch ein breites Kundenportfolio sich als guter Puffer gegen Ergebnisschwankungen erwiesen. Dagegen bietet ein breites Produktportfolio nicht zwangsl\u00e4ufig einen Schutz gegen Ergebnisschwankungen.<\/p>\n<p>Letztlich, so die Ergebnisse der Studie, haben alle der untersuchten Unternehmen mit den vorgestellten Ma\u00dfnahmen, ihre Gewinnschwankungen auf wenigstens 60 % des Ausgangswertes von 2007 beschr\u00e4nken k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Die \u201eAnnual Chemical Industry Outlook Conference\u201c findet j\u00e4hrlich auf Einladung und Initiative des Indian Chemical Council (I.C.C.) in Kooperation mit dem Ministerium f\u00fcr Chemicals &#038; Fertilizers in Mumbai, Indien statt. Zu den Teilnehmern z\u00e4hlen Vertreter der Industrie aus Indien, Europa und den USA.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vortrag von Dr. J\u00f6rg Stra\u00dfburger auf der 9th Annual Chemical Industry Outlook Conference in Mumbai, Indien Wie entwickelten sich die Ergebnisse der zehn wichtigsten b\u00f6rsennotierten, europ\u00e4ischen Chemieunternehmen in der Zeit von 2007 bis 2014? 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